Tarifvertrag ärzte kommunale krankenhäuser 2017

In Norwegen setzte die Regierung 2009 einen dreigliedrigen Ausschuss ein, um die Faktoren zu untersuchen, die die Krankheitsabwesenheit im Gesundheitswesen beeinflussen. In Zypern haben die Gewerkschaften gefordert, dass im nächsten sektorübergreifenden Tarifvertrag Maßnahmen zur Bekämpfung von Stress am Arbeitsplatz ergriffen werden. In Slowenien war einer der wichtigsten Erfolge des sozialen Dialogs im Gesundheitswesen die Einbeziehung der Themen Gewalt und Stress am Arbeitsplatz in den Tarifvertrag für Krankenschwestern und andere Pflegekräfte. Das Abkommen sieht gemeinsame Maßnahmen zur Verhinderung aller Formen von Diskriminierung sowie physischer und psychischer Gewalt und Belästigung im Gesundheitswesen vor. Ebenso führte der dreiseitige soziale Dialog des Sektoralen Rates für dreiseitige Zusammenarbeit in der Heidepflege in Bulgarien zur Aufnahme dieser Fragen in den sektoralen Tarifvertrag. Ein Beispiel dafür, wie der dreiseitige soziale Dialog in Belgien genutzt wurde, ist der Mehrjahresplan zur Attraktivitätspflege in Belgien (2008–2011), den der Bundesminister für Soziales und Gesundheit nach Rücksprache mit den Sozialpartnern ausgearbeitet hat. Der Plan zielt auf Krankenhäuser, Pflege in der Altenpflege und häusliche Pflege ab. Es werden vier Aktionsbereiche definiert. Während die Bezahlung eindeutig ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung eines Einzelnen ist, ob er in den Sektor einsteigt oder nicht, spielen auch andere Bedingungen eine wichtige Rolle. Dieser Abschnitt schließt Gesundheits- und Sicherheitserwägungen aus, die ein zentrales Thema in den Tarifverhandlungen waren (siehe nächster Abschnitt), befasst sich jedoch ausschließlich mit umfassenderen Bedingungen und Arbeitsbedingungen wie Rentenansprüchen, Arbeitszeiten und Arbeitsplatzsicherheit, die auch dazu dienen können, die Attraktivität eines Sektors zu gestalten, und die in vielen Ländern Gegenstand von Tarifverhandlungen sind.

Im Einklang mit der Richtlinie 89/391/EWG und der Umsetzung der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften sind alle Arbeitgeber verpflichtet, Risikobewertungen am Arbeitsplatz durchzuführen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu verringern, denen Arbeitnehmer bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausgesetzt sein können. Diese Risikofaktoren im Gesundheitswesen sind je nach Art des Arbeitsumfelds breit gefächert und haben zur Vereinbarung zusätzlicher europäischer sektoraler Rechtsvorschriften (zuletzt die Vereinbarung zwischen EPSU und Hospeem über scharfe Verletzungen, siehe EU1003059I) sowie zu nationalen Rechtsvorschriften, Tarifverträgen und Politiken zum Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit von Kranken- und Pflegepersonal am Arbeitsplatz geführt. Arbeitgeberorganisationen, die speziell Anbieter im Gesundheitswesen vertreten, wurden in 10 Ländern (Tschechische Republik, Estland, Frankreich, Griechenland, Litauen, Niederlande, Slowakei, Slowenien, Spanien und Vereinigtes Königreich) gemeldet.

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